Die Geschichte des Gebäudes

Das Gebäude im Steinweg 8, 07607 Eisenberg, in dem sich heute unser Hotel Trendtino befindet, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Chronik unseres Hauses kurz vorstellen.

Das genaue Baujahr ist leider nicht bekannt. Allerdings ist unser Gebäude eines der Ältesten unserer Stadt, in dem sich – bis auf Ausnahme des ehemaligen Ratskellers – das einst älteste Gasthaus Eisenbergs befand. In seiner Geschichte wurde es oft umbenannt.

1539 soll Dr. Martin Luther auf der Durchreise eingekehrt sein
(Quelle: TLZ Nr. XIII/4)
26.07.1683 Erneuerung des Privilegs von Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg für den Wirt des Gasthofs "Schwarzer Bär", Hans Orth (die Privilegien waren zur Zeit des 30jährigen Krieges aus dem Rathaus verloren gegangen)
(Quelle: Chronik der Stadt Eisenberg bis 1843 von August Leberecht Back)
1723 Das steinerne Wirtshauszeichen mit dem schwarzen Bären und der Jahreszahl 1723 wird angebracht, als Schlussstein eingemauert im Scheitelpunkt des großen Torbogens des alten Gasthauses.
(Quelle: TLZ Nr. XIII/4)
1813 Zar Alexander I. kehrt hier ein, es soll Roster gegeben haben, er bekleckert sich und ist ungehalten
(Quelle: Historischer Verein)
1843 Der Saal wird angebaut.
(Quelle: Chronik der Stadt Eisenberg bis 1843 von August Leberecht Back)
24.08.1874 Umbenennung des Gasthofes in "Altenburger Hof", der Besitzer ist nun J. F. Edinger
(Quelle: Eisenberger Nachrichtenblatt vom 24.08.1874)
24.04.1904 August Bebel übernachtet hier und hält eine Rede vor über 1200 Arbeitern zu den bevorstehenden Reichstagswahlen.
(Quelle: Broschüre zum 100jährigen Bestehen der SPD in Eisenberg)
1908 Karl Liebknecht hält eine Rede im "Altenburger Hof".
(Quelle: Broschüre zum 100jährigen Bestehen der SPD in Eisenberg)
1911 Rosa Luxemburg hält eine Rede im "Altenburger Hof".
(Quelle: Broschüre zum 100jährigen Bestehen der SPD in Eisenberg)
19.02.1922 Traditionsstätte der Eisenberger Arbeiterbewegung, Haus im Besitz der Gewerkschaften unterschiedlicher Couleur mit dem Namen "Volkshaus"
(Quelle: Broschüre zum 100jährigen Bestehen der SPD in Eisenberg)
1933 "Haus der deutschen Arbeitsfront" und "FDGB-Haus"
1943/44 Drei Brandbomben explodieren auf dem Vorderhof, im kleinen Saal und in der Garage.
(Quelle: Irene Voigt, geb. Friedrich, bewirtschaftete mit Ihren Eltern von 1933-1955 das Gasthaus)
1972 Umfangreiche Gebäuderenovierung durch den FDGB-Bundesvorstand.
1992 letzte Saalveranstaltungen, Verfall des Hauses, Abriss der Säle
(Quelle: Baubegleitender Bauingenieur Schmied, Eisenberg)
18.9.2004 Eröffnung Hotel & Mediterraner Feinkostladen "Trendtino"
(Besitzer: P. Engemann, Inh. Beate Schorsch)
8/2007 Seit August 2007 ist das Gebäude eine Station auf dem historischen
Stadtrundgang in Eisenberg.
23.04.08 Eröffnung "Szeneboden" über den Dächern von Eisenberg mit Platz für rund 50 Personen